Alles noch mal gut gegangen

So lebte der Geist von Mosebolle am einen Ende der Welt für kurze Zeit in der Wüste am anderen Ende der Welt. Als ich das Manuskript fertig hatte und es als Feldpost auf die Reise ging, war für mich nur noch Warten auf unseren Sohn angesagt. In meinem Kopf war kein Platz mehr für anderes. Zum Glück ist er fünf Monate später wohlbehalten zurück gekehrt und sofort erwachte in mir auch wieder der Geist von Mosebolle. Wenige Wochen später war die Fortsetzung ‚Am heißen Draht von Mosebolle‘ zu Papier gebracht. Schon der Titel weist darauf hin, dass der ‚Ackerschnacker‘ hier eine tragende Rolle bekommt.

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Der Feldpostbrief

‚Neues aus Mosebolle‘ zu schreiben fiel für mich ausgerechnet in die Zeit, als unser ältester Sohn als Zeitsoldat zum Einsatz nach Afghanistan berufen wurde. Ich war mir sicher, dass ich nach seinem Abflug nach Masar-I-Sharif keine Zeile mehr zu Papier bringen würde. Normalerweise schreibe ich am liebsten Dinge, über die man herzhaft lachen kann, aber nun machte sich Angst und tiefe Sorge in mir breit. Doch unser Sohn hatte den ersten Akt noch daheim in die Finger bekommen und ich musste ihm fest versprechen, das Stück unbedingt zu Enout0288de zu schreiben. Er erwartete das vollständige Manuskript in seinem Lager in Afghanistan. Der längste Feldpostbrief ging ein paar Wochen später auf die Reise. Er und seine Kumpels waren die Ersten, die es in die Hände bekamen. Mitten in der staubigen Wüste blühte Mosebolle auf und für ein paar Stunden waren Krieg und Terror in den Hintergrund gestellt.

 

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Warum Mosebolle?

Ja, warum habe ich mir eigentlich als Ort für meinen Roman ausgerechnet Mosebolle im Hochsauerland ausgesucht? Der Grundgedanke dazu liegt schon ein paar Jahre zurück. Als eifriger Zuschauer der Lokalzeit im WDR fiel irgemosebollendwann der Name ‚Mosebolle‘. Der Klang des Wortes hat mich so fasziniert, dass ich beschloss ihn mir zu merken. Als ich einige Zeit später ein neues Theaterstück geschrieben habe, stand der Name schon fest bevor die Handlung in meinem Kopf erdacht war. ‚Neues aus Mosebolle‘ war geboren.

 

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Ackerschnacker 1-1-6 Mooosebolle?!

Früher war der Ackerschnacker das einzige Telefon in Mosebolle. Seit jedoch jeder im Dorf einen eigenen Telefonanschluss hat, ist es in der kleinen Kneipe ruhig geworden und Luise Lüsebrink muss sehen wie sie über die Runden kommt. Doch als sie eines Tages glaubt, dass mosebolleihr verstorbener Ehemann Paul über den Ackerschnacker zu ihr Kontakt aufnimmt, gerät das gewohnte Leben aus den Fugen: ein Filmteam quartiert sich ein, die altersdepressive Oma Piepenbrink sprudelt plötzlich vor Lebensfreude, zwei Mafiosi suchen einen jungen Mann und Luises Sohn Knut, seines Zeichens eingefleischter Junggeselle, hat eine neue Freundin. Die Lage wird nicht einfacher als sich Lola, eine Sex-Telefonistin aus Hamburg, bei Luise einnistet…

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