Liebe Grüße nach Kalifornien!

So, jetzt haben wir schon den 17. Februar und die ‚Valentins-Pantoffeln‘ sind immer noch nicht ganz fertig. (Das heißt, genau genommen fehlt noch die Hälfte des Geschenkes für meine ‚bessere Hälfte‘. Der rechte Schlappen ist gestern Abend fertig geworden, aber das reicht ja noch nicht ganz, woll?!) Doch jetzt muss ich das Handarbeitszeug erst mal auf Seite legen, denn es wird Zeit, ein paar liebe Grüße zu verschicken.

Vor ein paar Tagen war eine Dame bei uns im Geschäft und suchte eine Kleinigkeit, die sie ihrem Sohn als Gruß aus der Heimat schicken könnte. Das ‚Woll-Poster‘ mit den typischen Sauerländer Wörtern hatte sie ihm schon voriges Jahr geschickt, ‚Das kleine Sauerländer Märchenbuch‘ kannte er auch schon … Sie sah sich suchend um. „Aber was ist das für ein merkwürdiges Telefon?“ –  Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. „Das ist der Ackerschnacker. Früher war er mal das einzige Telefon in ganz Mosebolle!“ – „Ja, früher – da gab es noch nicht so viele Telefonanschlüsse. Da war meist nur ein einziges Telefon in der Nachbarschaft, dass …“  Schon waren die ‚guten, alten Zeiten‘ im Kopf der Dame wieder präsent.  Sie begann in dem Buch vom Ackerschnacker zu blättern und fing an zu lachen. „Das ist genau das Richtige für unseren Martin! Das nehme ich mit und lege es ihm ins Paket!“ Nun begann sie zu erzählen: Ihr Sohn lebt schon seit längerer Zeit in Kalifornien und arbeitet dort sehr erfolgreich an der Entwicklung von Flugzeugantriebstechniken. – Ja, es sind schon ausgesprochen kluge Köpfe,  die von hier aus in die weite Welt hinaus gezogen sind! Das Sauerland kann wirklich stolz darauf sein! – Und besonders schön, wenn in den Herzen der Sauerländer auch in vielen tausend Kilometern Entfernung noch ein Fünkchen Heimatverbundenheit glimmt. Deshalb heute mal ganz liebe Grüße von hier aus an Martin in Kalifornien!

Übrigens nahm die Dame sofort noch ein zweites Exemplar vom Ackerschnacker-Roman mit. „Das lese ich selbst. Dann kann ich mit meinem Sohn gemeinsam darüber lachen!“ – Wie schön! Was kann zwei Menschen mehr verbinden, als gemeinsam über die gleichen Dinge lachen zu können selbst wenn die halbe Welt zwischen ihnen liegt?

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Freizeichen für den Ackerschnacker

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Die gute Nachricht zuerst: Alle Blogs von der Seite www.Ackerschnacker116.de werden in Kürze zu einem eigenen E-Book unter dem Titel ‘Freizeichen für den Ackerschnacker’ gebündelt und können bei Amazon.de GRATIS als Appetithäppchen zum Roman ‘Ackerschnacker 1-1-6 Mooosebolle?!’ heruntergeladen werden! Ich muss nur noch ein paar einleitende Sätze dazu schreiben, kann mich aber momentan nicht zwischen ‘stricken’ und ‘schreiben’ entscheiden …

Und die schlechte Nachricht? Heute ist Valentinstag und das Geschenk für ‘mein halbes Sakrament’ (Originalzitat Cilli Alperscheid) ist noch immer nicht fertig. (Er bekommt handgemachte Filzpantoffeln, aber psst! – Nicht weitersagen!!!!)

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Ei-jeijeijeijei!

Ei-jeijeijeijei – ich glaube, ich muss da jetzt mal was klarstellen! Gestern Nachmittag war ich bei der Bank, d.h. genau genommen erst bei der Sparkasse und danach 150 Meter weiter in der Volksbank. In beiden Geldinstituten waren die Angestellten am Schalter ausgesprochen freundlich und zuvorkommend – also ganz anders als jener ‚Wolfgang Hartmann‘, der im ‚Ackerschnacker 1-1-6 Mooosebolle?!‘ -Roman eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Hartmann ist nämlich ein echter Fiesling und scheut sich nicht, die arme Luise Lüsebrink in die Enge zu treiben, um aus ihrer finanziellen Schieflage einen persönlichen Profit ziehen zu können. Natürlich bekommt er am Ende der Geschichte seine wohlverdiente Abreibung und verliert dabei nicht nur seine kleinkarierte Krawatte. Ja, ja, diese kleinkarierten Krawatten – das war aber auch das Einzige, was die beiden Herren hinter dem Schalter gestern Nachmittag mit Wolfgang Hartmann von der Spar-Invest gemeinsam hatten. Deshalb wäre es fatal, von der Unverfrorenheit eines Einzelnen wie Hartmann auf das Gebahren einer ganzen Branche zu schließen.  Das wäre doch dasselbe, als ob man jedem gelben Engel vom ADAC unterstellt, er hätte je nach Fahrzeugtyp bei der gerade erfolgten Pannenhilfe mit Absicht Sabotage betrieben nur um die vorher vom Präsidium festgelegte Pannenstatistik zu stützen. Also: Überall auf der Welt und in jeder Branche gibt es schwarze Schafe und leider ist es meistens so, dass vom Fehlverhalten eines Einzelnen viel lauter und viel länger gesprochen wird als von der tadellosen, korrekten Arbeit aller anderen. Die Tatsache, dass Wolfgang Hartmann mit seinen unlauteren Absichten solch eine Rolle im Roman spielt, hat also nichts mit meinem persönlichen Verhältnis zu Geldinstituten zu tun, sondern ist lediglich der Geschichte geschuldet. Und die Frage: „Ei-jeijeijeijei – gibt es denn noch irgend etwas, woran wir sparen können?“ – Diese Frage stelle ich mir manchmal selber. Im Moment überlege ich zum Beispiel, ob ich mir hier nicht weitere Ausführungen zum Thema sparen könnte …

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Tschüss, woll?!

Heute  hatte ich eine nette Begegnung im Geschäft. Eine Dame hatte am vergangenen Freitag das Buch vom Ackerschnacker aus Mosebolle gekauft.  Sie wunderte sich beim Lesen darüber, dass ich das Wörtchen ‚woll?!‘ so häufig an die wörtliche Rede angehängt hatte und fragte mich heute Mittag: „Sagen wir Sauerländer das denn wirklich so oft?“ Nun ja, dem Sauerländer selbst fällt das vielleicht gar nicht so auf, aber man hört es schon sehr häufig. Ein kleines Wort ohne konkrete Bedeutung, aber für den Sauerländer verbirgt es die Botschaft: “ Ich bin von hier wech!“ Das ist auch der Grund, warum ich es nicht benutze, denn ich bin ein ‚Buiterling‘, also nicht von hier. Allerdings mag ich die Sauerländer und ihre manchmal etwas knubbelig wirkende Alltagssprache und deshalb bin ich einer der wenigen, der das ‚woll‘ zwar nicht spricht aber schreibt. Und geschrieben macht sich das kleine Wort eben viel breiter als wenn man es flüchtig hinten an den Satz anhängt, woll?! Das sah die Dame dann auch ein. Nur das ‚woll?!‘ in Verbindung mit der dem Abschiedsgruß ‚tschüss‘ sei ihr allerdings vorher sehr fremd gewesen. Bis sie mit einer Bekannten in der Eisdiele saß, direkt an der Tür. Ein Gast verabschiedete sich freundlich mit den Worten: „Tschüss, woll?!“ Ob der italienische Besitzer der Eisdiele ganz im Sinne der Mafioletti-Brüder mit „Schusswoll!“ antwortete, ist jedoch leider nicht überliefert.

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Der Duft von Oma Piepenbrink

Mit Düften z. B. in Parfüms kann man ganz besonders gut Stimmungen und Gefühle charakterisieren, bzw. Erinnerungen an längst vergangene Momente wachrufen. Ein Duft vermag seine Mitmenschen in gewissem Umfang sogar zu manipulieren, denn er nimmt direkten Einfluss auf das sogenannte ‚limbische System‘, den Teil des Gehirnes, der die Gefühle und Triebe ansteuert. Deshalb hatte Freddy auch gut daran getan, am Abend seiner Verlobung mit Knut in der Rolle der ‚Doris‘ tüchtig von ‚Eau de Maskerade‘ Gebrauch zu machen. Der hohe Pheromongehalt des Parfüms hatte das limbische System aller Anwesenden dermaßen benebelt, dass die Gäste über manches unübersehbar männliche Attribut seiner äußerlichen Erscheinung großzügig hinweg sahen. Die Nase sagte dem Gehirn nämlich etwas völlig anderes als das Auge, aber was soll’s! „Nen geiles Parfüm haste!“ konstatierte Vetters Bernie an dem Abend und kniff Freddy kräftig in den Ehs. Wir wollen Vetters Bernie in dem Fall doch keine homosexuellen Neigungen unterstellen, woll?!  Auch vielen anderen Protagonisten habe ich im Mosebolle-Roman je nach Typ und Situation einen bestimmten Duft zugeordnet. Wenn der Produktname von mir auch frei erfunden wurde, so kann sich wohl jeder den schweren, animalischen Duft von ‚Eau de Krawall‘ vorstellen, den Carlo Mafioletti verströmt. Ein Geruch, der  widerlich lange auf der Nasenschleimhaut liegt und sich sogar als ekeliger Geschmack im Mund breit macht. Oder wer kennt nicht den bitter-süßen Duft von ‚Eau de Futsch‘ aus den Papiertaschentüchern von Anneliese Mohrmann? Das blöde Gefühl von ‚DAS wäre Dein Preis gewesen!‘ – meist verbunden mit einem dicken Kloß im Hals kurz vorm Heulen. Haben wir doch auch schon alle mal gehabt, woll?! Manche Düfte erkennt man schon vom Namen, denn sie sind echte Klassiker – seit Jahrzehnten bekannt. Im Wagen der Foxi-Film Studios steht eine dicke Wolke von ‚Odekolong‘. In Verbindung mit der Heimatstadt der Leute vom Film und einer berühmten Hausnummer in der Glockengasse weiß der Leser trotz der markanten Schreibweise von ‚Odekolong‘ sofort Bescheid. Es gibt noch ein paar Hinweise im Buch auf diverse Duftnoten. Besonders möchte ich aber noch von Oma Piepenbrink und ihrem Flakon ‚Eternity‘ berichten. (Der aufmerksame Leser meiner Blogs wird es bereits bemerkt haben: Ja, DIE Frau ist mir persönlich ans Herz gewachsen!) ‚Eternity‘ – Ewigkeit! Da ist für die unbändige Zuversicht und Lebensfreude der sechsundneunzig-jährigen Dame alleine der Name ‚Eternity‘  bereits Programm! Obwohl ich natürlich nicht glaube, dass Hedwig Piepenbrink der englischen Sprache mächtig ist und sie verstanden hat was das eigentlich heißt. Aber ich gestehe: Als wir Anfang Januar im Urlaub auf Lanzarote durch eine der zahlreichen Parfümerien schlenderten, überkam mich plötzlich der unbändige Wunsch, einmal an ‚Eternity‘ zu schnuppern. Natürlich konnte ich nicht widerstehen. Seitdem schwebe ich ab und zu in einer dicken Wolke von ‚Eternity‘ – dem Duft von Oma Piepenbrink!

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Es lebe die Kneipe im Dorf!

Die wahre Bedeutung einer echten ‚Dorfkneipe‘ habe ich gestern Abend noch einmal selbst erfahren dürfen. Die ARGE, also die Arbeitsgemeinschaft zum 875-jährigen Dorfjubiläum von Grevenbrück hatte zur Generalversammlung geladen und Luise Lüsebrink hätte gesagt: „Die Bude war brummvoll!“ Alles, was in Grevenbrücker Vereinen Rang und Namen hat und sich dem zünftigen Feiern verpflichtet fühlt, war pünktlich um 19.30 Uhr angetreten. Mein Mann hatte zu mir gesagt:“ Nun kommst Du aber auch mal mit!“ Hätte ich gewusst, dass die Frauenquote an dem Abend bei ca. 30:1 liegt, dann wäre ich vermutlich doch lieber zu Hause geblieben. Hätte ich mir wenigstens ein Servierschürzchen umgebunden und ein Tablett Bier geschnappt oder mich wie die Reporterin vom Sauerlandkurier mit einem Fotoapparat und einem Schreibblock bewaffnet, dann wäre ich vermutlich garnicht aufgefallen. So saß ich aber ziemlich alleine als Frau zwischen den ganzen Männern und habe gestaunt. Wenn man mal von den vielen, überwiegend hopfenlastigen Kaltgetränken absieht, dann ging es eigentlich genauso zu wie uns beim Frauenkaffee. – Oder wie in der Politik in Berlin!- Ganz viel „man hätte, …man könnte, … man müsste…“ und das alles möglichst laut und durcheinander gesprochen. Aber trotzdem und Gott sei Dank läuft eines anders als in der hohen Politik. Es gibt keine beleidigten Rücktritte und keine unschönen Diskussionen über die diversen Medien. Nein, es ist schön zu sehen, wie an solchen Abenden ein Dorf am Tresen wieder zusammenrückt. Man bölkt sich an, kriegt sich an die Köppe, lacht, haut sich gegenseitig auf die Schulter und prostet sich wieder zu. Die schöne, alte Dorfkneipe ist genau der richtige Platz dafür, denn sie ist das wahre ‚Parlament‘ der Bürger. Deshalb:  Wollen wir bloß die Kneipe im Dorf lassen!

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Die Sache mit der Nummer

Jedes Telefon hat seine eigene Nummer und natürlich muss so ein schönes, prächtiges Telefon wie der Ackerschnacker auch eine ganz besonders schöne, prächtige Nummer bekommen. Aber welche? Vor dieser Frage stand ich im Herbst 2011, als ich das Theaterstück ‚Am heißen Draht von Mosebolle‘ geschrieben habe. Bei der Suche geht man am besten  analytisch vor. Früher, als es noch nicht so viele Telefonanschlüsse gab, da waren die Rufnummern meist dreistellig. Wir haben heute die Telefon-Nummer 2541. Meine Schwiegermutter erzählte mir, die erste Ziffer ‚2‘ sei aber erst viel später hinzu gekommen. Die Gärtnerei Heldmann-Vogt war also lange Zeit unter der Nummer 541 erreichbar gewesen und außerdem das zentrale Telefon für die ganze Nachbarschaft. Das ‚Komma rübba – Teeelefooon für Dich!‘ und den Rest dazu kennen Sie ja, wenn Sie den Roman bereits gelesen haben. Sofort war mir klar: Ackerschnackers Nummer musste auch unbedingt dreistellig sein. Und –  es musste eine ‚wichtige‘ Nummer sein, denn der Ackerschnacker war und ist für Mosebolle  in dem Roman sehr wichtig. Wichtige Nummern fangen immer mit der Zahlenkombination ‚1-1‘ an:  Notruf, Feuerwehr … 110 , 112 … Nein, nein, das geht nicht. Damit treibt man kein Schindluder!  Aber die ‚1-1′ sollte es schon sein. So, und jetzt mal weiter überlegen!  Lola arbeitet als Telefonfee und verdient ihr Geld mit Sex-Telefonaten.  Sex … 6…? Genau das ist es! – Der Ackerschnacker bekommt die Nummer 1-1-6 ! Na also, geht doch. Manchmal muss man nur ’scharf‘ nachdenken. Dass der deutschlandweite Sperrnotruf für verlorene oder getohlene Bank- und Kreditkarten jedoch ausgerechnet die Nummer 116116 hat, ist aber wirklich reiner Zufall!

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