Der Fickeltünnes ist da!

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Heute schreiben wir den 21. August 2015. Dieser Tag ist ein ganz besonderer Tag für meine Familie und für mich. Einerseits, weil unser ältester Sohn  seinen 30. Geburtstag feiert. Andererseits feiert auch unser zweitgeborener Sohn Geburtstag – den 28.. Die beiden wurden tatsächlich im Abstand von genau 2 Jahren und 2 Stunden geboren. Gemäß der Aussage unserer Kinder “unser Papa kann nur Jungens!” gibt es seit dem 16. Dezember 1989 noch einen dritten Sohn. Und heute? Heute ist wieder ein kleiner Junge bei Vogts im Haus angekommen. (Keine Angst! Mit meinen 52 Jahren cover_blogbin ich nicht unter die Spätgebärenden gegangen.) Der kleine Kerl, der seit heute unser Familienleben bereichert, heißt Jakob, ist 10 Jahre alt und lebt um das Jahr 1140 in Grevenbrück.  Er ist die Hauptperson des kleinen Buches, an dem Arnold und ich in den letzten Wochen gearbeitet haben. Am Tag der Geburtstage unserer Söhne ist die Lieferung der Bücher aus der Druckerei eingetroffen. Wie immer ist es ein spannender Moment, wenn man endlich das fertige  Exemplar auspacken darf und in den Händen hält. (Dies ist dem aufregenden Augenblick heute vor 28 bzw. vor 30 Jahren gar nicht mal so unähnlich!)  Damit erklärt sich von selbst, dass Jakob leider nur virtuell zu unserer Familie gehört. Aber die Geschichte um den kleinen Schweinehirten, der von seinen Mitmenschen nach dem Vorbild des Heiligen Antonius ‘Fickeltünnes’ genannt wurde, ist uns jetzt schon mächtig ans Herz gewachsen. Noch darf ich nicht allzu viel darüber verraten, denn das Projekt ist im Auftrag der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem entstanden. Offizieller Start für das Büchlein ist aus gegebenem Anlass der Historische Markt in Grevenbrück am 12. September 2015. Bis dahin stehen die Kartons mit den immerhin 1000 Büchern fest verschlossen im Lager und der Fickeltünnes verharrt brav in den Startlöchern.  Nur ein einzelnes Probeexemplar liegt auf meinem Schreibtisch neben der Tastatur meines PC. Vorwitzig lächelt mich der kleine Jakob auf dem von Rüdiger Tillmann liebevoll gezeichneten Cover an und fast scheint es, als hätte er mir gerade ein Auge gezwinkert. Mal sehen, was kommt …Watch Full Movie Online Streaming Online and Download

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Da hört der Spaß für mich auf!

Ein ganz normaler Sonntagabend im deutschen Fernsehen: Ich zappe gelangweilt durch die Programme und lande irgendwann auch bei 3sat. Dort läuft gerade eine Wiederholung der Sendung ‚Die AnstaltAnstalt‘. Da ich die Erstausstrahlung in der Woche nicht gesehen hatte, bleibe ich hängen. Doch das, was ich da höre, schlägt dem Fass den Boden aus.

Wenn der liebe Gott gewollt hätte, dass die vielen kleinen Afrikaner zu uns nach Europa kommen sollen, dann hätte er ihnen vorher das Schwimmen beigebracht.“

Sagt mal Leute, geht es noch???  Da werden über Tausende von Menschen, die aus purer Not ihre Heimat aufgeben, sich in Lebensgefahr begeben um vor Hunger, Krieg, Terror und Elend zu fliehen, derart platte Witze gerissen um ‚Quote zu machen‘. Wie sind denn dann bitte die Sondersendungen, Benefiz-Veranstaltungen, erschütternden Dokumentationen und Spendenaufrufe zu verstehen, die die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten sonst zu diesem Thema senden? Und dieser ungehobelte Schnösel wird von MEINEN Rundfunk- und Fernsehgebühren bezahlt??? Das Publikum im Studio lacht, applaudiert und johlt dem Moderator für diese Schote zu. Ich schalte enttäuscht den Fernseher aus und garantiert bei der Anstalt nie wieder ein!

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Wenn de Draht gleuht in Pähm …

… und wie hat der Draht in Peheim am vergangenen Wochenende geglüht! Arnold und ich haben uns persönlich davon überzeugen können, wie die ‚Spälkoppel Peheim‘ mit der Komödie um den guten, alten Ackerschnacker dem Publikum im großen Saal vom Landgasthof Elbers tüchtig eingeheizt hatte. Meine Bedenken, ich könne vielleicht nicht alles verstehen, da  ‚plattdüütsch‘ gesprochen wurde, hatten sich zum Glück nach wenigen Minuten zerstreut. Zum einen wusste ich ja worum es in der Geschichte ging und zum anderen hatte ich mich bereits nach kurzer Zeit in den Dialekt ‚eingehört‘. Und das ist dann für den Autor wirklich interessant: zweimal innerhalb weniger Wochen das gleiche Stück von zwei verschiedenen Theatergruppen interpretiert sehen zu dürfen!  So unterschiedlich wie die Menschen sind, so unterschiedlich ist ihre Sprache. In beiden Aufführungen genau gleich war nur der gute, alte Ackerschnacker, der ja der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist. Die Peheimer hatten im Internet exakt das gleiche Original-Schätzchen erstanden, welches wir den Serkenrodern für ihre Aufführungen zur Verfügung gestellt hatten und dessen Bruder bei uns im Laden  gute Dienste als Telefon leistet. Ansonsten kann ich nur sagen: Ihr ward ALLE supergut  und jede Gruppe hat es für sich verstanden, sein Publikum  auf das Beste zu unterhalten. Und für den Autor? Das Beste am ‚Theater schreiben‘ sind für den Autor die vielen, netten Leute, die er kennenlernen darf. Die After-Show Party der Peheimer Spälkoppel hat der der Laienspielschar Serkenrode in nichts nachgestanden. (Ich habe bisher nicht gewusst, dass ich so viele klare Schnäpse nacheinander kippen  und den Rest des Abends noch trotzdem aufrecht stehen kann!) Deshalb möchte ich mir lieber nicht ausmalen, wie es in der nächsten Woche nach dem Finale bei Elbers im Saal zugehen mag … Aber mit einem Wermutstropfen sind wir dann doch nach Hause gefahren: Der wunderschöne Landgasthof Elbers in Peheim schließt am 1. April diesen Jahres nach über einhundert jähriger Tradition für immer seine Pforten und somit verliert die Spälkoppel ihre Heimat in Peheim. Wir hoffen, dass es der Spälkoppel gelingen wird einen neuen Ort für ihre Aufführungen im kommenden Jahr zu finden oder dass es der Familie Elbers gelingen wird, einen geeigneten Nachfolger zu finden, sodass dieser schöne Saal den Peheimern noch für viele weitere Veranstaltungen zur Verfügung stehen kann. In jedem Fall ist also ‚Daumen drücken‘ angesagt. Beim Frühstück am Sonntagmorgen kamen wir mit Frau Elbers ins Gespräch und sie erzählte uns, dass sie sich beim Theaterspiel ein klein wenig mit Luise Lüsebrink verwandt gefühlt habe. Auch sie belaste die ungewisse Zukunft ihres Gasthofes sehr und keinesfalls solle, wie es die Spälkoppel bei der Aufführung so treffend formuliert hatte, ein ‚Mac Pähm‘ daraus werden. Wer sich also dazu berufen fühlt, einen wunderschönen, sehr gepflegten Landgasthof mit Fremdenzimmern und einem Saal für immerhin 300 Personen zu übernehmen, der melde sich bitte umgehend bei Familie Elbers in Peheim. Derjenige wird viele Menschen glücklich machen!

 

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I am what I am …

out0608Sie hängt schon seit zwei Wochen an meiner Pinwand über dem Schreibtisch: Die Einladung zur FrauenKULTURnacht am 7.März im Rathaus. Unter dem Programmpunkt 10 steht ‚Anke Vogt; Kurzgeschichten, Gedichte und die geplante Zeit 21.30 – 21.45Uhr. ‚ Eine Viertelstunde also, auf die ich mich schon seit ein paar Tagen vorbereiten wollte. Was soll ich aus meinem Repertoire vortragen? Ein Stückchen vom ‚Ackerschnacker‘, ‚SaTierisches vom Lande‘ oder etwas von den Texten, die ich noch nicht veröffentlicht habe weil ihnen bisher der passende Rahmen fehlte?

1.: Was davon passt am besten zum Frauentag?

2.: Was erwartet das Publikum an einem solchen Abend?

3.: Was machen die Anderen?

Alles Fragen, mit denen ich mich gerade auseinandersetze.

Zu Frage 1: Der Frauentag ist wahrscheinlich mit ebenso vielen unzutreffenden Klischees behaftet wie der Muttertag oder der Vatertag.

Zu Frage 2: Nach der Beantwortung von Frage 1 KANN man Frage 2 nicht beantworten, denn wenn man nicht in Klischees denken will, dann kann man auch nicht sagen wer wahrscheinlich kommt. Auf dieser Basis lässt sich die Erwartungshaltung des Publikums überhaupt nicht definieren.

Zu Frage 3:  Nur wenige der Namen unter den anderen Programmpunkten sagen mir etwas. Und die Vermerke ‚Gesang, Tanz, Kaffee-Geschichten, Gedichte, Sketche …‘ decken ebenso eine Bandbreite ab wie der Vermerk zu meinem eigenen Programmpunkt. Vielleicht haben sie sogar gerade jetzt das gleiche Problem wie ich.

„Also, was tun?“

fragt sich das Huhn.

„Na und?“ sagt da der Hase,

reibt seine Nase,

„Du bist dabei,

also hör auf mit dem Geschrei.

Egal was ist,

sei einfach wie Du immer bist!“

Ich werde auf den Hasen hören und einfach so sein wie ich immer bin! Anders wäre ich ja auch nicht ehrlich.  Mal sehen, ob es passt und ob ich nächstes Jahr wieder dabei sein darf! Auf jeden Fall lässt mein Bauchgrummeln wieder nach und ich freue mich auf morgen Abend!

 

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Wenn Männer ‚To-Do-Listen‘ schreiben …

TodoListeAn dieser Stelle habe ich euch ja schon öfter von meinem ‚halben Sakrament‘ oder frei nach E. Kishon vom ‚besten Ehemann von allen‘ berichtet. Als Manager vom AV-Verlag hat er im Moment alle Hände voll zu tun, seine beiden Mitarbeiterinnen an der Arbeit zu halten. Beide (also Tanja und ich) arbeiten zwar fleißig an ihren Büchern, haben aber auch schon mal die Angewohnheit, sich kurze Ausflüge nach Facebook zu gestatten. Tanja postet und teilt dann gerne niedliche Tiervideos und ich liefere humorvolle Kommentare zu mehr oder weniger sinnvollen Posts meiner FB-Freunde. Auch wenn diese Ausflüge undercover sein sollen, kriegt er das natürlich mit, denn merkwürdigerweise erscheint auch er hin und wieder in der Leiste der eingeloggten Freunde. Er findet es furchtbar, dass wir mit solchem Blödsinn unsere kostbare Zeit ‚verdaddeln‘ und wenn wir ihn darauf aufmerksam machen, dass er ja selber gerade bei Facebook seine Zeit verdaddelt, dann war das gerade ‚purer Zufall‘. Also meine Damen – wenn schon Facebook, dann aber bitte sinnvoll! Heute hat er für Tanja einen Blog eingerichtet und mit Facebook verlinkt. Von ihr werdet ihr also in nächster Zeit allerlei über ihr Alter Ego Sam O‘ Connor und dessen Arbeit als Profiler in ihren wunderbaren Krimis erfahren. Von Tanja wünsche ich mir, dass sie endlich mal erzählt wo sie das ganze Fachwissen für diese unglaublich brutalen Morde her nimmt. Da sie verheiratet ist und am Telefon immer so fröhlich rüber kommt, glaube ich nämlich nicht an Selbsterfahrung. Mal sehen – Arnolds ‚To-Do-Liste‘ macht es möglich, dass sie sich vielleicht bald in die Karten schauen lässt. Ich darf auch wieder mehr Blogs schreiben, allerdings weniger Blödsinn als ich es heute getan habe. Übrigens habe ich Tanja heute einen Tipp gegeben – so von Frau zu Frau. „Schreib‘ einfach drei oder vier Blogs auf einmal, lege sie so auf Termin, dass sie im Abstand von zwei Tagen jeweils veröffentlicht werden und Du kannst ’ne ganze Woche am Stück bei Facebook daddeln ohne dass er das merkt!“ Wenn er Dich dann ganz rechts in der Liste der eingeloggten Freunde entdeckt, dann war das ganz einfach ‚purer Zufall‘.

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