… und dann wird’s auch mal ein Buch!

Waren es am Anfang ’nur‘ Theaterstücke, die nebenbei bei meinen Handarbeiten entstanden sind, so kam im Sommer 2012 der Gedanke,auch einmal ein ‚richtiges‘ Buch zu schreiben, hinzu. Der Verleger eines Sauerländer Regionalverlages  bat mich nämlich, etwas zu schreiben, was von einer Aufführung unabhängig sei und einen regionalen Bezug zum Sauerland habe. Das war die Geburtsstunde für ‚Das kleine Sauerländer Märchenbuch‘. Es handelt sich dabei um die Interpretation von drei Märchen der Gebrüder Grimm an Sauerländer Orten, verfasst in Sauerländer Worten. Die ungewöhnliche Erzählperspektive ist in besonders feinsinnigem Humor formuliert. Für mein Lieblingsmärchen ‚Die Bremker Knüppelmusik‘ habe ich dann wieder tief in der Kiste mit der Wolle gekramt und den Esel, den Hund, die Katze und den Hahn auf meine Art nachgearbeitet. Heute stehen ‚Brunno, Fränzeken, Minka und Ährwien Kuckma‘ stolz neben dem Stapel mit den Märchenbüchern und manchmal dürfen sie mich sogar zu einer Lesung begleiten. Aber eines musste ich den Tieren fest versprechen: sie sind absolut unverkäuflich!

Märchenbuch Titel_halb

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Erst mal wieder etwas stricken

Wer bei uns ins Geschäft kommt, der wundert sich über handgestrickte Barbie-Puppen im Punker- und Hippie-Design, etliche Teddybären aus Wolle, winzig kleine, täuschend echt aussehende Vögel aus der Wolle meiner eigenen Schafe gefilzt und andere nette Kleinigkeiten. (Bilder davon kann man übrigens auf meiner HP unter www.anke-vogt.de / Handarbeiten ansehen.) Doch sind wir weder ein Handarbeitsgeschäft noch ein Spielwaren-Laden. Schenken & Genießen handelt mit Tee, Likören, köstlichen Bränden, wunderbaren Essigen & Ölen, Senfen und allem, was sonst noch sehr lecker schmeckt und sich gerne auf die Hüfte legt. Die wolligen Accessoires sind eigentlich nur die Zeugen meiner literarischen Seite, denn ich kann mich nicht einfach vor ein leeres Blatt Papier setzen mit der Aufforderung: „Jetzt schreib‘ mal was!“ Sobald ich aber einen Faden Wolle halte und meine Finger etwas zu tun haben, beginnen auch meine Gedanken  an einem Faden zu spinnen und neben skurrilen Wolltierchen in meiner Hand entstehen witzige Geschichten, Gedichte oder sogar ganze Theaterkomödien in meinem Kopf. Perfekt wird es, wenn dann noch das Lied ‚Nur in meinem Kopf‘ im Radio läuft …

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Bühne frei für Mosebolle

So waren also innerhalb von einem guten dreiviertel Jahr zwei Theaterkomödien rund um Mosebolle entstanden und lagen spielbereit im Archiv des Reinehr-Verlages in Mühltal. Doch ich muss zugeben, dass es dann ein wenig ruhiger um das Thema geworden ist. Ich bin Autorin von insgesamt 8 Stücken beim Theaterverlag und meine Komödien ‚Operation Abendsonne‘, ‚Zwei Engel für Bimbam‘ und ‚Emmas Laden‘ waren deutlich erfolgreicher als die beiden Mosebolle-Stücke. Aber einmal entdeckte ich unter den Aufführungsmeldungen den Hinweis, dass sich eine Theatergruppe aus Frankreich ausgerechnet ‚den heißen Draht von Mosebolle‘ vorgenommen hatte. Wie gerne hätte ich mir angesehen, wie die Franzosen mit DEM Thema umgegangen sind … Schade, ich hatte es verpasst.

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Wo es denn heute noch Ackerschnacker gibt?

Also, damit jetzt kein falscher Verdacht aufkommt: Das Modell Ackerschnacker wird bei der Bundeswehr eingesetzt  – angeblich sogar heute noch. Unser Apparat ist aber nicht auf ‚dunklen Kanälen‘ von dort zu uns gekommen, sondern wir haben ihn rechtmäßig  in einem Antik-Handel erworben. Die Adresse dazu haben wir zufällig im Internet gefunden. Witzigerweise liegt der Shop in Brilon, also ganz in der Nähe von Mosebolle! Wenn man also genau darüber nachdenkt, dann ist die Bezeichnung ‚Ackerschnacker 1-1-6 Mooosebolle?!‘ gar nicht aus der Luft gegriffen. So schließt sich der Kreis.

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Der gute alte Ackerschnacker

Ein solide konstruiertes, kabelgebundenes Feldtelefon, natürlich von der Bundeswehr – woher sonst? Schon allein der Name weckt Interesse und die robuste Technik fasziniert. Er stellt jedes lüttige Smartphone in den Schatten, denn das Material scheint ‚unkaputtbar‘.  Als ich im November 2013 mitten in der Arbeit zum Roman ‚Ackerschnacker 1-1-6 Mooosebolle?!‘ steckte, hat mir mein Mann einen Original-Ackerschnacker gekauft. Das Teil ist Baujahr 1958 und damit satte 5 Jahre älter als ich! Mit ein paar Tricks und einem Wandler hat mein Mann es sogar geschafft, den Kasten ISDN-fähig zu machen. Seitdem thront der Apparat bei uns im Laden und ‚rappelt was das Zeug hält‘ wenn jemand anruft. Die älteren Kunden sind total begeistert und die Gesichter der jungen Leute sind sehenswert!

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Alles noch mal gut gegangen

So lebte der Geist von Mosebolle am einen Ende der Welt für kurze Zeit in der Wüste am anderen Ende der Welt. Als ich das Manuskript fertig hatte und es als Feldpost auf die Reise ging, war für mich nur noch Warten auf unseren Sohn angesagt. In meinem Kopf war kein Platz mehr für anderes. Zum Glück ist er fünf Monate später wohlbehalten zurück gekehrt und sofort erwachte in mir auch wieder der Geist von Mosebolle. Wenige Wochen später war die Fortsetzung ‚Am heißen Draht von Mosebolle‘ zu Papier gebracht. Schon der Titel weist darauf hin, dass der ‚Ackerschnacker‘ hier eine tragende Rolle bekommt.

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Der Feldpostbrief

‚Neues aus Mosebolle‘ zu schreiben fiel für mich ausgerechnet in die Zeit, als unser ältester Sohn als Zeitsoldat zum Einsatz nach Afghanistan berufen wurde. Ich war mir sicher, dass ich nach seinem Abflug nach Masar-I-Sharif keine Zeile mehr zu Papier bringen würde. Normalerweise schreibe ich am liebsten Dinge, über die man herzhaft lachen kann, aber nun machte sich Angst und tiefe Sorge in mir breit. Doch unser Sohn hatte den ersten Akt noch daheim in die Finger bekommen und ich musste ihm fest versprechen, das Stück unbedingt zu Enout0288de zu schreiben. Er erwartete das vollständige Manuskript in seinem Lager in Afghanistan. Der längste Feldpostbrief ging ein paar Wochen später auf die Reise. Er und seine Kumpels waren die Ersten, die es in die Hände bekamen. Mitten in der staubigen Wüste blühte Mosebolle auf und für ein paar Stunden waren Krieg und Terror in den Hintergrund gestellt.

 

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Warum Mosebolle?

Ja, warum habe ich mir eigentlich als Ort für meinen Roman ausgerechnet Mosebolle im Hochsauerland ausgesucht? Der Grundgedanke dazu liegt schon ein paar Jahre zurück. Als eifriger Zuschauer der Lokalzeit im WDR fiel irgemosebollendwann der Name ‚Mosebolle‘. Der Klang des Wortes hat mich so fasziniert, dass ich beschloss ihn mir zu merken. Als ich einige Zeit später ein neues Theaterstück geschrieben habe, stand der Name schon fest bevor die Handlung in meinem Kopf erdacht war. ‚Neues aus Mosebolle‘ war geboren.

 

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Ackerschnacker 1-1-6 Mooosebolle?!

Früher war der Ackerschnacker das einzige Telefon in Mosebolle. Seit jedoch jeder im Dorf einen eigenen Telefonanschluss hat, ist es in der kleinen Kneipe ruhig geworden und Luise Lüsebrink muss sehen wie sie über die Runden kommt. Doch als sie eines Tages glaubt, dass mosebolleihr verstorbener Ehemann Paul über den Ackerschnacker zu ihr Kontakt aufnimmt, gerät das gewohnte Leben aus den Fugen: ein Filmteam quartiert sich ein, die altersdepressive Oma Piepenbrink sprudelt plötzlich vor Lebensfreude, zwei Mafiosi suchen einen jungen Mann und Luises Sohn Knut, seines Zeichens eingefleischter Junggeselle, hat eine neue Freundin. Die Lage wird nicht einfacher als sich Lola, eine Sex-Telefonistin aus Hamburg, bei Luise einnistet…

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